Die richtigen Skistöcke auswählen

Ski-Budget-Tipp

„Skistöcke sind nicht nur ein Accessoire.
Richtig ausgewählt, verbessern sie dein Gleichgewicht, deinen Rhythmus und deinen Fahrspaß.“

1. Warum Skistöcke wichtig sind

Oft vernachlässigt, sind Skistöcke dennoch unerlässlich für:

  • Gleichgewicht und Stabilität auf der Piste,

  • Den Rhythmus in Kurven,

  • Das Gehen bergauf und das Ein- und Aussteigen aus dem Sessellift,

  • Und sogar Stil und Körperhaltung!

Ein guter Stock verbessert deinen Komfort, deine Technik und reduziert die Ermüdung.

 

2. Die richtige Größe wählen

Die Länge des Stockes ist das Hauptkriterium.
Sie hängt von deiner Körpergröße und deinem Skityp ab.

Einfache Methode:

  1. Drehe den Stock um (Spitze nach oben).

  2. Halte ihn unter dem Teller.

  3. Dein Ellbogen sollte einen rechten Winkel (90°) bilden.

 Wenn dein Ellbogen:

  • > 90° → Stock zu kurz

  • < 90° → Stock zu lang


Umrechnungstabelle:

Körpergröße des Skifahrers

Länge des Skistocks

150 cm

105 cm

160 cm

110 cm

170 cm

115 cm

175 cm

120 cm

180 cm

125 cm

185 cm

130 cm

190 cm

135 cm

Lieber etwas kürzer als zu lang – besonders für Freestyle oder Off-Piste.

 


3. Anpassung je nach Fahrweise

Skityp

Empfohlene Länge

Details

Piste

Standardgröße

Leicht und steif für Präzision

Freeride

-5 bis -10 cm

Bessere Manövrierbarkeit und Sicherheit

Freestyle

-10 bis -15 cm

Um Tricks nicht zu behindern

Touring / Skitour

Verstellbare Stöcke

Geeignet für Auf- und Abstiege

Langlauf

+10 bis +20 cm

Hilfe beim Vortrieb

Teleskopstöcke sind ideal für diejenigen, die verschiedene Stile wechseln.

 

4. Materialien: Gewicht und Widerstandsfähigkeit

Material

Vorteile

Nachteile

Aluminium

Robust, erschwinglich

Etwas schwerer

Carbon

Ultraleicht, steif

Teurer, zerbrechlicher

Verbundwerkstoff

Guter Kompromiss

Mittlere Steifigkeit

Carbon ist ideal für den Komfort, aber Aluminium ist widerstandsfähiger gegenüber Stößen.

 

5. Griffe und Schlaufen

  • Ergonomische Griffe: für guten Halt, oft aus Gummi oder Kork.

  • Verstellbare Schlaufen: halten die Stöcke bei einem Sturz fest.

  • „Powder“-Griffe: höher, um den Griff bei Tiefschnee anzupassen.

Prüfe, ob der Griff gut in deiner Hand liegt – nicht zu breit, nicht zu schmal.


6. Die Teller

Der Teller verhindert, dass der Stock im Schnee einsinkt.
Es gibt verschiedene Arten:

Tellerart

Verwendung

Klein (Piste)

Harter, kompakter Schnee

Groß (Freeride)

Pulverschnee, Off-Piste

Abnehmbar

Vielseitig je nach Bedingungen

Zwei Sets Teller zu haben, ist ideal, wenn du das Gelände variierst.

 

7. Die Spitzen

  • Stahl: Standard, langlebig, guter Halt auf Eis.

  • Wolframkarbid: griffiger und widerstandsfähiger, ideal für Touren.

Eine gute Spitze verbessert den Halt und die Stabilität.

8. Pflege

✅ Überprüfe regelmäßig den festen Sitz von Tellern und Schlaufen.
✅ Nach Gebrauch abspülen (besonders bei Schlamm oder Salz).
✅ Trocken lagern.
✅ Schläge oder Verdrehungen vermeiden.

Eine kleine Pflege = mehrere sorgenfreie Saisons.